Initiative Transparente Zivilgesellschaft

Mit wem wir zusammenarbeiten

Gemäß der Satzung von Würde für Kinder e.V. arbeiten wir mit Kinderhilfsorganisationen in Entwicklungsländern zusammen. Die Partnerorganisationen kennen wir persönlich und schätzen ihre Zuverlässigkeit und ihr Engagement. Derzeit haben wir folgende Partner:

Hope for Children in Äthiopien, Azul Wasi in Peru und der MMCC in Afghanistan.

Der Mobile Mini Circus for Children

(MMCC) in Kabul, Afghanistan gibt Kindern das Lachen wieder.
Afghanische Familien sind geprägt vom Krieg. Viele Familienmitglieder sind ums Leben gekommen oder Invaliden. Familien müssen immer wieder umziehen, haben kein festes zu Hause und sind arm. Diese Situation betrifft nicht nur die unmittelbare Lebenssituation der Kinder, sie raubt ihnen auch die Möglichkeit, eine Perspektive zu sehen, ihre Wünsche und Interessen umzusetzen. Viele arbeiten auf der Strasse, müssen im Laden helfen oder leben unter schwierigsten Bedingungen. Sie haben keine Chance ihre Kreativität, Wünsche und Vorstellungen umzusetzen und ihr Leben selber zu gestalten.
Der Mobile Mini Circus for Children ist eine NGO, die genau da ansetzt. Die Gründer Berit und David sind der Überzeugung, indem sie die Kinder motivieren, sich als Kinder zu fühlen und ihre eigene Kreativität zu nutzen, ihnen auch eine Vorstellung davon zu geben, wie sie ihr eigenes Leben gestalten möchten. Ihnen eine Perspektive zu zeigen und sie von der Armut abzulenken ist der erste Schritt, ihnen ihre Rechte als Kind wiederzugeben.Mobile Mini Circus for Children, Afghanistan
Das Prinzip des MMCC ist einfach: Mit einer Kombination aus künstlerischer Arbeit mit einem edukativen Anteil lernen die Kinder, ihre Fähigkeiten kennenzulernen und gleichzeitig etwas zu lernen: Über ihre Heimat, über Hygiene, über das Leben. Die Arbeit besteht aus zwei Schwerpunkten. In Kabul werden die Kinder direkt auf dem Gelände der NGO betreut: spielen Theater, machen Sport, singen, drehen ihre eigenen Filme. Und mit einer professionellen Zirkusgruppe tourt MMCC durch ganz Afghanistan und spielt vor hunderttausenden Kindern. Die Kinder zum Lachen zu bringen ist ein erster Erfolg.
Der Würde für Kinder e.V. unterstützt den MMCC bei einzelnen Projekten. So haben wir den Bau einer Einrichtung für die Winteraktivitäten finanziell unterstützt.
Mehr über den MMCC online: www.afghanmmcc.org.

Wir haben ein kleines Portrait des MMCC (MP3) erstellt:

Audiofile im MP3 Format

Hope for Children

Hope for Children arbeitet in der Hauptstadt von Äthiopien, Addis Abeba, für extrem arme Kinder und Kinder die zur Zwangsarbeit gezwungen werden. Äthiopien liegt am Horn von Afrika im Osten des Kontinents. Mit einem jährlichen Pro-Kopf- Durchschnittseinkommen von 100 USD ist Äthiopien eines der ärmsten Länder weltweit. Addis Abeba hat über vier Millionen Einwohner. Ein Moloch aus Dreck, Abgasen und Armut. Auf den Straßen der Stadt leben rund 100 000 Kinder, die im Durchschnitt zwischen vier und 16 Jahren alt sind. Sie wohnen in Plastik-, Wellblech- oder Pappverschlägen und ernähren sich aus den Müllcontainern, die am Straßenrand stehen.

Armut in Äthiopien

Seit 1997 helfen Yonas Tesfaye, Gizachew Ayka und ihre Freunde diesen Kindern. Zunächst haben sie nur mit den Kindern gesprochen und ihr Geld, Essen und Kleidung mit ihnen geteilt. Mittlerweile helfen sie auch Kindern aus extrem armen Familien den Zugang zur Bildung zu finden. Und sie kämpfen gegen Kinderarbeit. Kinder, die von "Arbeitgebern" vom Land geholt worden sind, arbeiten bis zu 18 Stunden am Tag, 6 Tage in der Woche.

Die Organisation hat mehrere Unterkunftshäuser, sowie Unterrichts- und Beratungszentren. Zunächst lernen die Kinder lesen und schreiben, bekommen Unterricht in der Landessprache Amharisch sowie Mathematik und Englisch. Dann kommen sie in die öffentliche Schule und werden parallel sozial und edukativ betreut. Hope for Children übernimmt alle Ausgaben des Schuljahres. Kinder, die zur Arbeit gezwungen werden, werden stufenweise von ihren Verpflichtungen befreit. Eltern und "Arbeitgeber" werden auch unterricht. In Fragen wie: Kinderrecht, Hygiene, Familienplanung. Bis heute nahmen tausende Kinder an einem der Programme teil. Die Arbeit hat vor allem ein Ziel: Die Kinder und ihr Heimatland sollen eine Zukunft haben.
Hope for Children online.

Beitrag zum 20. Jahrestag der Kinderrechskonvention über die Arbeit unseres äthiopischen
Partners Hope for Children:

Audiofile im MP3 Format

Streetlight - ein Projekt des Bomby Flying Club über Hope for Children in Äthiopien.

Azul Wasi

ist in Cuzco, Peru aktiv. Cuzco war einst die Hauptstadt des Inka-Reichs. Heute ist Cuzco das touristische Zentrum Perus. Täglich laufen hunderte Besucher durch die Straßen der Stadt. Sie kommen, um die Bauwerke der Inka zu besichtigen und um die sagenumwobene Inkaruinen von Macchu Picchu zu besuchen. Von dem Schicksal der Straßenkinder nehmen aber die wenigsten Notiz. Die Kinder sind bei Ordnungshütern nicht gerne gesehen: das Bild der schönen Stadt soll für die Touristen erhalten werden. Mit Schlägen werden sie von den öffentlichen Plätzen vertrieben. Die Hilfsorganisation Azul Wasi liegt in Oropesa, etwa 20 Minuten von Cuzco entfernt. Der ehemalige Polizist Alcides Jordan Serda kümmert sich hier um die Kinder. Sie können hierher flüchten, etwas essen und bekommen Unterricht.
Das Programm für die Straßenkinder wurde 1998 gegründet. Die meisten Kinder von Azul Wasi arbeiteten auf der Straße und waren dadurch sehr gefährdet, da sie der Gewalt und Willkür von Bevölkerung und Polizei ausgeliefert waren. Kinder in PeruBei Azul Wasi bekommen sie einen Platz in der Gesellschaft, werden gesehen und können sich entwickeln. 21 Kinder von der Straße leben in der Unterkunft von Azul Wasi und morgens, nachmittags und abends werden weitere 43 Straßenkinder aus der Stadt Cuzco betreut. Die Kinder sind zwischen 6 und 18 Jahren alt - wobei die meisten unter 10 sind. Die Organisation hat inzwischen mehr als 180 Jungen und Mädchen betreut.
Azul Wasi arbeitet in den Bereichen Ausbildung, Essensausgabe, Kleidung, Freizeitgestaltung, Gesundheit und Menschenrechte. Des Weiteren bemüht sich die Organisation die Familien der Kinder zu finden um deren  Reintegration zu ermöglichen. Für de Kinder die keine Eltern haben, werden auch Ersatzeltern gesucht. Insgesamt arbeiten bei Azul Wasi sieben ehrenamtliche Tutoren und Koordinatoren. Vier sind ehemalige Polizisten und drei sind Voluntäre. Alcides ist der Leiter der Arbeit. Alle Mitarbeiter sind freiwillig und investieren ihre Zeit und privaten Ressourcen in das Projekt. Freunde in der näheren Umgebung helfen, in dem sie Kleidung, Essen und andere Dinge schenken. Doch Geld gibt es fast keines - was die Arbeit schwierig macht. Ein weiteres Problem ist, dass weder die Regierung noch die Polizei Unterstützung leisten, sagt Alcides.
Um die Unabhängigkeit von Azul Wasis Arbeit zu erreichen, wollen wir die Organisation finanziell unterstützen, und somit die nachhaltige Hilfe für viele Straßenkinder fördern. So wurde z.B. dem Teenager Angel geholfen seinem Leben eine neue Richtung zu geben. Er lebte auf der Straße, doch Azul Wasi hat ihm geholfen und inzwischen ist er erfolgreicher Musiker. Oder Reynaldo, der keine Eltern mehr hat und Drogen nahm. Er kam durch die Unterstützung von Azul Wasi davon los und lernte Brot zu backen. Heute arbeitet er in einer Bäckerei. Das wichtigste Ziel der Arbeit ist, dass die Kinder wider einen Platz in der Gesellschaft bekommen und ihre Rechte respektiert werden.